04/2025

Messe Echo

Wir sprachen mit Verantwortlichen

Text: Hartmut Malguth, Fotos: Henriette Malguth

Wir nutzten unseren Messerundgang durch die Ausstellungshallen der Brüssel Motor Show, um informative Stellungnahmen von Beteiligten einzufangen. Unser Fokus lag dabei auf den Marktneuheiten von Citroën (DS No. 8), Renault (DUO und BENTO) sowie dem neuen Kompakt-SUV von Kia (EV3).

Cyprien Laurentie, Chef des Projekts Citroën DS No 8

Journal: Welchen Markt bedienen Sie mit diesem Fahrzeug?
Cyprien Laurentie: Wir wollten nicht nur eine große Batterie auf Rädern schaffen, sondern ein komplettes Auto, das in Hinblick auf Luxus, Design und Leistung einem Elektroauto gerecht wird. Hauptsächlich in Europa, aber auch in Lateinamerika, Asien, Japan und im nahen Osten sorgt dieses Modell für Aufsehen und findet entsprechenden Anklang. Erste Auslieferungen werden wohl erst ab August stattfinden.

Journal: Welche Vorzüge hat dieses Modell?
Cyprien Laurentie: Es ist vollelektrisch, aber mit einer ganz außergewöhnlichen Reichweite von 750 km. Bemerkenswert dabei ist aber auch, dass man mit 120 km/h mehr als 500 km auf der Autobahn zurücklegen kann. Die Mission dieses Autos besteht also darin, den Wechsel von Verbrennungsmotoren zu Elektroautos zu erleichtern, denn bei dieser Leistung gibt es keine nennenswerten Kompromisse bei der Nutzung, die jemanden davon abhält, auf Elektroautos umzusteigen.

Journal: Welche Ausstattungsvarianten gibt es?
Cyprien Laurentie: Unser neues Flaggschiff wird mit drei Arten von Innenräumen, teilweise zweifarbig, ausgeliefert: Das Grundmaterial ist pflanzlich gegerbtes Nappaleder, das es in diesem sehr schönen Braunton gibt, oder auch in klassischem Schwarz. Darüber hinaus gibt es eine Art blaues Alcantara-Interieur, das recycelt wird, und zuletzt noch eine Variante, die wir DS-Canvas nennen – eine Art veganes Leder, das sehr umweltverträglich ist. Zusätzliche Farbvarianten gibt es in hellem Beige und Blau sowie in wunderschönem Grau, Weiß und Silber.

Journal: Wir danken Ihnen, Monsieur Laurentie.

Else De Marie, Managerin Mobilize Beyond Automotive für Belgien und Luxemburg

Journal: Was steht hinter Mobilize Beyond Automotive?
Else De Marie: Es handelt sich um eine Marke, die wir tatsächlich vor einigen Jahren innerhalb der Renault-Gruppe eingeführt haben zur Unterstützung der neuen Mobilität und Elektromobilität.
Wir sind für alle Varianten elektrischer Ladelösungen verantwortlich. Also Ladestationen, ökologische Ladeanwendungen und jetzt auch Mikromobilität mit unseren Modellen DUO und BENTO.
Seit Oktober 2024 nehmen wir Bestellungen für DUO an, für BENTO, das mittlere Modell, das ein wenig an die Frachtversion erinnert, werden die Bestellungen im März starten. Erste Auslieferungen erfolgen ab April 2025 für Belgien und Frankreich. Weitere Länder werden folgen.

Journal: Speziell für den innerstädtischen Verkehr mit allen bekannten Parkplatzproblemen sind das sicherlich praktische Fahrzeuge.
Else De Marie: Ja, absolut. Die Abmessungen von 1,5 m Breite und etwa 2,5 m Länge sind dafür optimal. Mit einem optionalen Rückfahrradar lassen sie sich einfach einparken, sind vollelektrisch und für eine Reichweite zwischen ca. 100 und 160 km ausgelegt. Man kann im DUO zu zweit hintereinander sitzen.
In den BENTO, also der Cargo-Version, passt eine Person, die dann über einen Kofferraum von mehr als 850 l verfügt. Für den Laderaum gibt es eine Isolierung, um dort etwas Kaltes oder Warmes aufbewahren zu können – ideal auch für einen Lieferservice.

Journal: Und wieviel kostet so ein Auto?
Else De Marie: Der DUO startet tatsächlich bei knapp 10.000 Euro, inklusive MwSt. in Belgien, für die 45-km/h-Version, die man in Belgien ab 16 Jahren mit einem AM-Führerschein, also ohne B-Führerschein, fahren darf. Zusätzlich gibt es die Version bis 80 km/h, die zu einem Verkaufspreis  von 12.500 € inklusive   Mehrwertsteuer erhältlich ist.
Dieses Fahrzeug darf bis zu 80 km/h schnell mit einem B-Führerschein ab 18 Jahren gefahren werden.
Für den Ladevorgang kann jede Steckdose zu Hause verwendet werden.

Sander van de Wiele, Communication Manager bei Kia Benelux

Journal: Was ist das Besondere am Kia EV3?
Warum wurde es zum Auto des Jahres nominiert?
Sander van der Wiele: Es ist eines der geräumigsten in seinem Segment und liegt an der Spitze des B-SUV-Segments. Es handelt sich wirklich um ein Auto, das trotz seines äußeren Erscheinungsbildes von innen durchaus als Familienauto angesehen werden kann. So kompakt – aber viel Platz.
Ein zweiter Punkt, der dieses Fahrzeug sehr stark macht: Er verfügt über eine große Reichweite – bis zu 605 km. Das ist tatsächlich der höchste Wert seiner Klasse. Und es sieht sehr modern aus, was natürlich Geschmackssache ist, aber sein Design ist auf jeden Fall gewagt und kennzeichnet Autofahrer, die Individualität lieben.

Journal: Können Sie uns innen und außen ein paar interessante Neuigkeiten zeigen?
Sander van der Wiele: Im Grunde haben wir für den EV3 das Armaturenbrett des größeren EV9 übernommen.
Sie erhalten also tatsächlich ein kompaktes Fahrzeug mit Ausstattungsmerkmalen eines Topmodells. Da machen wir wenig Kompromisse. Der Abstand zwischen den Rädern ist identisch zu dem des Kia Sportage. Er wird seit Juli letzten Jahres überall in Europa verkauft.
Die Ladezeit Von 10 bis 80% erfolgt in weniger als einer halben Stunde. Auch das ist fantastisch.

Journal: Wir danken Ihnen für dieses Statement.
Sander van der Wiele: Mit Vergnügen.

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